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Weg von Facebook Teil 1

Die Entscheidung ist gefällt: ich will weg von Facebook. Warum? Und wie? Ich zeichne hier mal auf, was mich dazu bewegt hat und wie das Ganze funktioniert. Im Teil 1 geht es um die Gründe und die Archivierung der auf Facebook angesammelten privaten Daten.

Fangen wir mit den Pros  und Contras an:

  • Pro: Facebook ist neben Google die größte Datenkrake im Internet. Dank Whistleblower Christopher Wylie wissen wir nun mit Sicherheit, daß unsere Daten von Unternehmen wie Cambridge Analytica oder AggregateIQ geerntet werden wie frisches Obst, damit z.B. Wahlkampfexperten uns all die Nachrichten zukommen lassen können, die wir theoretisch hören wollen um bestimmte Personen zu wählen. Und Beste ist: Facebook weiss angeblich noch nicht mal welche Daten abgezapft wurden. Dieses Unternehmen räumt Datenschutz keinerlei Priorität ein.
  • Pro: Kommentare auf Facebook zu lesen ist der komplette Wahnsinn. Man abonniere einen Zeitungs-Feed, lese sich die Antworten der Facebook-User auf bestimmte Artikel durch und man verliert den Glauben an die Menschheit. Ich ziehe es vor mir diesen Albtraum nicht mehr regelmäßig vor Augen zu führen – ich werde glücklicher sein und nichts wesentliches verpassen. Ja, man kann die Kommentare einfach nicht lesen und trotzdem Facebook weiter benutzen, aber dafür brauche ich Facebook halt nicht. Die Newsfeeds der verschiedenen Online-Medien lassen sich dank solcher Plattformen wie Feedly aber auch prima zusammenstellen und bequem lesen. Das sollte reichen.
  • Contra: Facebook hat es mir ermöglicht, das Wissen und die Kenntnisse und Ideen andere interessanter Menschen anzuzapfen (ich verweise hier nur mal auf den extrem lesenswerten Facebook-Account von Oliver Heuler). Allerdings muss man anmerken, daß sich heutzutage viel von diesem Wissen bei YouTube in Form von interessanten Videos aufbereitet findet. Ich verweise nur mal auf die Kanäle von Mark Crossfield (Thema Golf), Stephan Wiesner (Fotographie/Video) oder der SAG-AFTRA Stiftung (Kino: interessante Interviews mit bekannten Schauspielern). Zwar macht man sich damit wieder von Google abgängig (der anderen großen Datenkrake), aber immerhin liefert das abonnieren einzelner Video-Feeds deutlich weniger persönliche Informationen.
  • Contra: Facebook hat es mir ermöglicht mit meinen guten Freunden und Bekannten zwanglos und einfach in Verbindung zu bleiben – und das auf nur einer einzigen Plattform (und nicht zahllose Foren wie früher). Auch das werde ich vermissen. Vielleicht müssen wir uns einfach mal wieder öfter treffen, uns schreiben oder telefonieren.

Heute habe ich den ersten Schritt unternommen: Datenarchivierung. Im Laufe von Jahren kommen viele Bilder, Videos und andere Beiträge zusammen, die ich nicht unbedingt verlieren möchte. Facebook ermöglicht es seinen Benutzern (vermutlich aufgrund gesetzlicher Auflagen), ein Archiv dieser Daten zu erhalten. Und das geht wie folgt:

Facebook Einstellung-Menü
Facebook Einstellung-Menü

Wenn man in Facebook angemeldet ist, findet man oben links im Menü einen nach unten gerichteten Pfeil, der ein Drop-Down Menü öffnet, in dem man den Unterpunkt Einstellungen findet. Hier gelangt man in die Allgemeinen Kontoeinstellungen:

Facebook Allgemeine Kontoeinstellungen
Facebook Allgemeine Kontoeinstellungen

Dort findet man einen Link „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“. Im darauf folgenden Menü bekommt man ein paar Informationen eingeblendet zusammen mit einem grünen Button „Archiv herunterladen“ angeboten. Ein Klick weiter – man muss das Facebook Passwort noch einmal bestätigen – erhält man dann folgende Bestätigung:

Facebook Bestätigungsmeldung Archiv
Facebook Bestätigungsmeldung Archiv

Dementsprechend warte ich nun auf die Email-Bestätigung, das meine Daten zum Download vorliegen, bevor ich mit der Beantragung der Schließung des Accounts fortfahre (Teil 2). Ja… Facebook loszuwerden dauert eine Weile.

Veröffentlicht von

Christian

Vater von zwei Kindern, Göttergatte einer tollen Frau, Banker, Heimkino-Nerd, Golfer und Schlagzeuger

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