Neue Leinwand Header

Neue Leinwand für’s Heimkino Teil 1

Seitdem ich meinen alten JVC X3 Projektor gegen einen modernen DLA-X7500 austauschen musste (Netzteil-Platine defekt), war auf einmal die Möglichkeit geschaffen, einen 21:9-Leinwand zu verwenden. Der X7500 kann nämlich die Position des motorischen Zooms sowie des vertikalen und horizontalen Lens-Shifts abspeichern. Damit kann man problemlos per Fernbedienung zwischen unterschiedlichen Bildgrößen umschalten. Und so habe ich mich auf die Suche nach einer passenden Leinwand gemacht.Ein kleines Format-Einmal-Eins: Bei Leinwandgrößen im Heimkinobereich unterscheidet man zwischen drei Formaten (hier geht’s immer um das Verhältnis zwischen Breite und Höhe der Leinwand):

  1. 4:3 – mittlerweile eher selten, wenn dann im Präsentationsbereich anzutreffen
  2. 16:9 – der Standard, da dem Bildformat aktueller Consumer-Medien entsprechend. Full-HD entspricht einer Auflösung von 1920×1080 (1080/9*16=1920) und UHD einer Auflösung von 3840×2160 (2160/9*16=3840). Dementsprechend können FullHD und UHD formatfüllend auf 16:9 Leinwänden projiziert werden.
  3. Das 21:9 Format ist eine Annäherung an die im Kino oft verwendeten Breitwandbildformate, die Bildverhältnisse von zunächst 1:2.55, später 1:2.35 und 1:2.4 (21/9 = 2.33) mitbrachten (Beispiele: Matrix oder Pulp Fiction) . Diese Formate wurden ursprünglich unter dem 20th Century Fox eigenen Markennamen „Cinemascope“ bekannt – ein Begriff der sich bis heute gehalten hat. Auf 16:9 Bildschirmen wiedergegeben sind Filme, die in diesen weit verbreiteten Formaten gedreht werden, an den mehr oder weniger ausgeprägten schwarzen Balken unter und über dem Bild zu erkennen. Auf einer 21:9 Leinwand lassen sich solche Filme nahezu formatfüllend projizieren, bei 16:9 Material erscheinen jedoch freie Bereiche (sagen wir mal schwarze Balken) rechts und links neben dem Bild auf.

An dieser Stelle sei erwähnt, daß es im Kino kein 16:9 (=1:1.78) Bildformat gibt. Am nächsten kommt dem das weit verbreitete amerikanische Breitwandformat 1:1.85 (z.B. Jurassic Park oder Sixth Sense). Wenn man genau hinsieht gibt es auch bei diesen, scheinbar 16:9 Bildformaten, kleine schwarze Balken oben und unten auf 16:9 Bildschirmen.

Dementsprechend sollte auf jeden Fall die Möglichkeit der Maskierung bestehen. Maskierung bedeutet, die freien Flächen der Leinwand, auf denen formatbedingt kein Bild projiziert wird, mit meist schwarzem Stoff zu verdecken. Die schwarze Maskierung wird vom menschlichen Auge als angenehm Kontrastverbessernd wahrgenommen.

Ursprünglich sollte es eine Xodiac Masked Deluxe werden (wird von Grobi vertrieben), aber der Preis für die von mir angestrebte Bildbreite von 3m (€3179.-) erwies sich als echte Hürde. Irgendwann wurde ich – ich glaube im HiFi-Forum – auf den vom Beamer-Shop vertriebenen Hersteller WS Spalluto aufmerksam. Beamer-Shop bietet eine manuell maskierbare 21:9 Leinwand dieses Herstellers für den „Kampfpreis“ von €1499.- an. Die Berichte einzelner Nutzer schienen mir positiv genug um das Risiko eines Fehlkaufs einzugehen. Ich weiss… 14-tägiges Rückgaberecht, aber wer will schon so ein Monstrum wieder auseinanderbauen, verpacken und zurückschicken müssen.

Die neue Leinwand ist da
Die neue Leinwand ist da

Am 9. April 2018 kam also dieses 24kg schwere und mehr als 3m lange Monstern an. Aufgrund der unhandlichen Länge (oberes und unteres Rahmenelement werden in einem Stück geliefert) kann es schon einer Herausforderung werden, das Paket über enge Treppen in den Keller – in dem sich mein Heimkino befindet – zu transportieren.

Lücke für die neue Leinwand
Lücke für die neue Leinwand

Hier sieht man die durch die demontierte, alte Leinwand entstandene Lücke. Unten rechts und Links die Steckdosen sowie die Lautsprecher und Subwoofer-Chinchkabel. Die Kartonage nahm wirklich fast die gesamte Breites des Raums ein. Ich kann also nur empfehlen, erstmal etwas Platz zu schaffen und Lautsprecher etc. in Sicherheit zu bringen.

Schrauben, Federn und Sonstiges
Schrauben, Federn und Sonstiges

Die Montage des Rahmens ist relativ einfach. Die Maskierungsvorrichtungen sind bereits in die seitlichen Rahmenelemente vormontiert, sodaß man nur die Rahmenteile über ebenfalls bereits vormontierte Verbindungswinkel zusammenstecken und mit Hilfe der mitgelieferten Schrauben (Mitte links im Bild oben) befestigen muss. Dabei ist darauf zu achten, dass die Maskierung mit ihren oben und unten angebracht Laufrollen sauber in den Führungsschienen liegt und sich horizontal frei bewegen lässt.

Die Leinwand aufgerollt und verpackt
Die Leinwand aufgerollt und verpackt

Die Leinwand selbst wird aufgerollt und gut verpackt in einem separaten Karton mitgeliefert. Es handelt sich um Kunststoff, auf der Rückseite mit schwarzer Folie unterlegt. Die Leinwand rollte man am besten auf die Rückseite des am Boden liegenden Rahmens ab (Vorderseite nach unten, darunter bitte auf einen sauberen Boden achten) und schiebt anschliessend die mitgelieferten Metallstangen (Zugstangen) durch die in die Leinwandränder eingearbeiteten Laschen.

Die Zugstangen werden eingeführt
Die Zugstangen werden eingeführt

In Teil 2 wird die Leinwand gespannt und aufgehängt. Anschliessend konfigurieren wir den Projektor und machen einen netten Format-Vergleich.

Veröffentlicht von

Christian

Vater von zwei Kindern, Göttergatte einer tollen Frau, Banker, Heimkino-Nerd, Golfer und Schlagzeuger

2 Gedanken zu „Neue Leinwand für’s Heimkino Teil 1“

  1. Hallo Christian,

    die maskierbare Leinwand macht sich wirklich gut in deinem Heimkino! Der Umstieg auf das 21:9 Format hat sich dank des JVC DLA-X7500 wirklich gelohnt.
    Wir wünschen dir mit der neuen Leinwand weiterhin viel Spaß!

    Dein Beamershop24

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.