Kurzkritik: The Grey (2011)

Als Blu-Ray geliehen und gerade eben gesehen: Liam Neeson als Jäger der nach dem Tod seiner Frau den Sinn des Lebens aus den Augen verloren hat und nach einem Flugzeugabsturz sich selbst und eine kleine Gruppe überlebender Ölarbeiter in der Wildnis Alaskas in Sicherheit bringen muss, während ein Rudel Wölfe die Spur aufnimmt.
Der noch relativ unbekannte Regisseur Joe Carnahan liefert hier einen von den Scott Brüdern produzierten, kraftvollen Film ab, der den Zuschauer schnell greift und nur selten wieder locker läßt. Er streut geschickt Bilder aus der Traum- und Gedankenwelt der Akteure ein aus denen wir meist brutal herausgerissen werden. Der Film hat einen klaren Hang zum Fatalistischen, erlaubt es dem Zuschauer aber Dank eines – wie fast immer – starken Liam Neeson, sich mit den gut besetzten Akteuren zu identifizieren. Klischees werden meist erfolgreich umschifft, und so bleibt das Ganze stimmig und intensiv. Der Soundtrack ist sehr stimmig und atmosphärisch. Einzig die animatronischen Effekte in Zusammenhang mit den Wölfen überzeugen nicht immer. Von mir gibt’s da überraschte 8/10 Punkte bei IMDb.