Hier ein Versuch…

…das in Bild und Ton festzuhalten, was ich aus der Perspektive des Papa’s sehe, wenn ich – und das kommt leider nicht so häufig vor – mit meiner Tochter und ihrem Pferd an einem wunderschönen, sehr warmen Sommerferien-Morgen in den Feldern in der Nähe der Ronneburg unterwegs bin.

Das Ganze ist spontan mit dem iPhone entstanden. Ich habe ganz bewusst auf allen Firlefanz wie Überblendungen oder Farbverfremdungen verzichtet und das Ganze noch am selben Tag auf dem iPhone mit der Vimeo-App Cameo geschnitten und mit einem der bei Vimeo frei verfügbaren Musik-Stücke (Kategorie “Athmosphärisch”) unterlegt.

Das Ergebnis gefällt mir besser als vieles was ich bisher stundenlang optimiert und am Ende nie fertiggestellt habe. Manchmal ist es besser, simpel und einfach zu arbeiten um schnell zum Abschluss zu kommen, bevor der Perfektionswahn einsetzt.

Jeder Schlag zählt – schon mal was von Mark Broadie gehört?

Letztens unterhielt ich mich nach einem Golf Turnier mit einem meiner Mitspieler über die relative Bedeutung des Puttens im Vergleich zum langen Spiel. Meine Aussage, dass der typische Normal-Hacker die meisten Schläge beim langen Spiel verliert, erntete allgemeines Kopfschütteln. Nein, das Kurzspiel und besonders das Putten sei wesentlich wichtiger, u.a. weil dieser Teil des Spiels ja die meisten Schläge ausmache. Meine Frage: kennt jemand Every Shot Counts (2014) von Mark Broadie? Kopfschütteln oder oberflächliches “Ja klar”, was ich als “davon gehört aber nicht gelesen” einstufe. Aus diesem Grund versuche ich hier mal einige Aspekte seines Buchs aufzuzeigen – quasi als Appetithappen. Bevor ich’s vergesse: das Buch wurde leider bisher nicht übersetzt und daher sind Kenntnisse der englischen Sprache notwendig. Jeder Schlag zählt – schon mal was von Mark Broadie gehört? weiterlesen

Golf á la Bitche

Normalerweise schreibe ich nur selten über einzelne Golfplätze, aber nachdem wir (mit Freunden) ein Wochenende golfend und schlemmend im Elsaß verbracht haben und dabei den französischen Golfplatz Golf de Bitche kennenlernen durften, ist es nun so weit. Und natürlich fange ich mit einem ausserordentlich schönen Exemplar an. Golf á la Bitche weiterlesen

Viel Chappie (2015) und nichts dahinter

Wo wir doch letztens – anläßlich meiner Begeisterung für Whiplash – von den inhaltlichen Fehlentwicklungen bei typischen Big-Budget-Filmen mit Franchise-Charakter (oder mindestens mal Ambitionen) sprachen – Neill Blomkamp’s Chappie (2015) ist ein gutes Beispiel. Schlimmer noch: Regisseur Neill Blomkamp hat eigentlich mit District 9 (2009) bewiesen, dass er in der Lage ist Science-Fiction-Action mit Anspruch und trotzdem Blockbuster-Eignung abzuliefern. Mit seinem neusten Film ist er davon jedoch meilenweit entfernt. Da Blomkamp sich das tote Alien-Franchise als nächstes Projekt vorgenommen hat, hat sich meine Vorfreude auf eine sehenswerte Wiederbelebung dieses Klassikers gelegt. Viel Chappie (2015) und nichts dahinter weiterlesen

Whiplash zieht in meine Top 25 ein

Normalerweise ist meine persönliche Liste der besten 25 Filme relativ stabil. Wenn man auf die 50 zugeht und schon unzählige gute und schlechte Filme gesehen hat, ist man halt immer schwerer zu beeindrucken. Dazu kommt, daß der anhaltende Franchise-Trend, der in der Filmindustrie zu beobachten ist, nur bedingt dazu geeignet, künstlerisch Wertvolles hervorzubringen. Aktueller Mainstream bringt oft leider nur “business movies” hervor, deren Themen, Schauspieler und Budgets so ausgewählt sind, das die Risiken der jeweiligen Investments (scheinbar) weitestgehend reduziert werden. Das Motto ist dabei: hat gestern funktioniert… funktioniert bestimmt wieder. Was kommt dabei heraus: auf Hochglanz polierte, technisch einwandfreie aber inhaltlich leere, mit Klischees und vorsehbaren aber unglaubwürdigen Plots gefüllte Filme auf dem Niveau von Videospielen.

Und dann, gibt es aber auch immer wieder kleine, unauffällige Perlen, die man nicht übersehen sollte. Eine solche Perle ist Whiplash.

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Workshop mit Shawn Clement in Paris

Ein paar Monate nachdem ich im Herbst 2010 mit dem Golfen begonnen hatte, entdeckte ich bei meinen üblichen Internetstreifzügen Shawns Wisdom in Golf Website und den dazugehörigen YouTube Kanal. Shawn ist einer der bekanntesten Golf-Lehrer im Internet und unterrichtet am Richmond Hill Golf Learning Center nördlich von Toronto (Kanda). Seine Methode Golf-Wissen und -“Weisheiten” (Wisdom) zu vermitteln hat mich von Anfang an angezogen. Aber wie das immer so ist: manchmal muss man den “großen Meister” erst persönlich treffen, bevor es klickt. Normalerweise kommt er nie beruflich nach Europa aber Anfang Mai 2015 war es soweit und Shawn lud zu einem Workshop in Vierer-Gruppen vor den Toren von Paris im Mont Griffon Golf Club ein. Es gab zwei Sessions Pro Tag an mehreren, aufeinanderfolgenden Tagen, von denen ich eine buchte. 375 US-Dollar für rund drei Stunden (es wurden dann eher 3 3/4) plus Hotel- und Anreise (der Firmenwagen hat die Reisekosten etwas gemildert) sind kein Pappenstiel und wollen wohlüberlegt sein. Pro halbe Stunde (die übliche Trainereinheit) gerechnet ergeben sich daraus US 50.-, was schon “etwas” überschaubarer klingt. Eins vorweg… es war die sinnvollste Golfinvestition, die ich je getätigt habe.

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Kurzkritik: The Grey (2011)

Als Blu-Ray geliehen und gerade eben gesehen: Liam Neeson als Jäger der nach dem Tod seiner Frau den Sinn des Lebens aus den Augen verloren hat und nach einem Flugzeugabsturz sich selbst und eine kleine Gruppe überlebender Ölarbeiter in der Wildnis Alaskas in Sicherheit bringen muss, während ein Rudel Wölfe die Spur aufnimmt.
Der noch relativ unbekannte Regisseur Joe Carnahan liefert hier einen von den Scott Brüdern produzierten, kraftvollen Film ab, der den Zuschauer schnell greift und nur selten wieder locker läßt. Er streut geschickt Bilder aus der Traum- und Gedankenwelt der Akteure ein aus denen wir meist brutal herausgerissen werden. Der Film hat einen klaren Hang zum Fatalistischen, erlaubt es dem Zuschauer aber Dank eines – wie fast immer – starken Liam Neeson, sich mit den gut besetzten Akteuren zu identifizieren. Klischees werden meist erfolgreich umschifft, und so bleibt das Ganze stimmig und intensiv. Der Soundtrack ist sehr stimmig und atmosphärisch. Einzig die animatronischen Effekte in Zusammenhang mit den Wölfen überzeugen nicht immer. Von mir gibt’s da überraschte 8/10 Punkte bei IMDb.

ISDN/DSL contra DSL/IP-Telefonie – Telekom und Congstar

Es ist schon interessant, was so ein Telefon/DSL Anbieterwechsel an Nebeneffekten auslösen kann.

Ich bin vor einigen Wochen von der Telekom zur Telekom-Billig-Tochter Congstar gewechselt. Vorher hatte ich einen Call&SurfComfortPlus Tarif für €54 (mittlerweile €45 für Neukunden + Bereitstellungsgebühr). Das war ein kombinierter ISDN-Telefon- und DSL-Anschluß. Was ich nicht wußte: Da sich ISDN und DSL eine (schlechte) Leitung teilen mussten, kamen nur noch ca. 2.000 kbit/s downstream sowie ca. 200kbit/s upstream an obwohl der Tarif bis zu 16.000kbit/s zulässt. Zu schlecht für viele Video-Streaming-Anwendungen wie YouTube.

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Fünf Tage in Belek

Für ein Golf spielendes Ehepaar mit zwei schulpflichtigen Kindern gibt es nicht allzu viele Gelegenheiten mitten im Winter zu Zweit für ein paar Tage seinem Hobby zu frönen. Wenn sich dann mal aufgrund günstiger Schulausflüge eine Chance ergibt, muss man diese am Schopf packen. Ich habe ja schon von dem Spaß berichtet, den man haben kann, wenn man heutzutage einen Billig-Flug buchen will – glücklicherweise ging es nicht so weiter.

Sueno Dunes (Belek), Bahn 18 - links die Dunes Starter-Hütte
Sueno Dunes (Belek), Bahn 18 – links die Dunes Starter-Hütte

Im Gegensatz zu Ryan Air fliegt die türkische Billig-Airline SunExpress nicht aus dem im Hunsrück versteckten Haan sondern direkt aus Frankfurt Rhein-Main Terminal 2, d.h. die Logistik ist einfach und die Abwicklung am Flughafen so professionell wie für jeden meiner British Airways Geschäftsflüge.

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